Geschichte Wermsdorfs

Die Geschichte Wermsdorfs ist eng mit der historischen Entwicklung Sachsens verbunden. Schon Kurfürst August der Starke schätzte den Ort wegen seiner zentralen Lage und seines Wald- und Seenreichtums als bevorzugtes Jagdrevier. Als das alte Jagdschloss den Anforderungen des großen Hofstaates nicht mehr genügte, wurde der großzügige Bau des neuen Jagdschlosses der Hubertusburg notwendig. Das führte zum Aufschwung von Handwerk, Handel, Forst- und Teichwirtschaft und damit auch zum Aufblühen der Gastronomie.

Nach dem siebenjährigen Krieg wurde Schloss Hubertusburg nicht mehr als Jagdresidenz genutzt. 1837 verlangte der König, das Schloss Hubertusburg künftig als "Landeshospital" zu nutzen.

Bis in diese Zeit wurden alle Transporte mit Pferdefuhrwerken und der Postkutsche erledigt. Nun war das nicht mehr genug.

Deshalb wurde der Ort 1888 an das hiesige Kleinbahnnetz angeschlossen. Noch heute kennt der Volksmund das geflügelte Wort: "... über Mügeln, Mutzschen, Mailand,Rom".

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofsgebäudes entstand 1889 das damalige "Bahnhofsrestaurant". Der Bahnhof war seit dieser Zeit Umschlagplatz für alle wichtigen Wirtschaftsgüter der Region. Holz, Kohle, Getreide aber auch Bierfässer von den umliegenden Brauereien oder Eisblöcke zur Kühlung von Eisschränken und Bierkellern oder zur Zubereitung von Speiseeis kamen in Wermsdorf an und wurden dann mit Pferdefuhrwerken weiter verteilt.

Mit dem "Wilden Robert", wie die Kleinbahn hier scherzhaft genannt wird, kamen aber auch viele Besucher des Krankenhauses, Ausflügler oder Sommerfrischler aus Leipzig und Umgebung nach Wermsdorf.

Im reichen Vereinsleben rund um die Geschichte Wermsdorf können Sie gern stöbern:

Heimatverein Wermsdorf

Verein "Wilder Robert"

Schloss Hubertusburg

Freunde der Hubertusburg